Ing. Harald Ribitsch

Bauingeneur geboren 1931  

Harald Ribitsch wurde in Wien geboren, verbrachte dort die Kindheit und besuchte die Volksschule. Vater Dr. Hubert Ribitsch, Beamter des obersten österreichischen Rechnungshofes, wurde 1940 nach Posen, die Hauptstadt das damaligen Warthegaues (Preußen, heute Polen), versetzt. Mit Mutter und Geschwistern übersiedelte Harald als Zehnjähriger nach Posen und besuchte dort die Oberschule. Der Vater musste als ehemaliger k. u. k. Leutnant 1943 zur Wehrmacht einrücken, ist seit März 1945 an der Ostfront vermisst. Am 20. Jänner 1945 flüchten Mutter und Kinder mit einem der letzten Eisenbahnzüge von Posen Richtung Westen und finden im April 1945 bei Verwandten in Puch Unterschlupf.

Ribitsch beendet 1946 die Pflichtschule in Hallein, beginnt eine Maurerlehre, besucht von 1947 bis 1951 die Staatsgewerbeschule, Abteilung Hochbau, in Salzburg, und 1951/52 die Holzfachschule, Abteilung Zimmerei, in Hallein. Danach ist er in Oberösterreich und Bayern als Bautechniker, Gebietsbauleiter, Filialleiter und Geschäftsführer im Tief- und Straßenbau tätig. Zusätzlich arbeitet er noch als geschäftsführender Gesellschafter der Obertauern Seilbahn Gesellschaft (Zehnerkarbahn und andere).
1953 heiratet Harald Ribitsch Frau Ehrentraud, sie bauen sich in Puch ein Haus und bekommen eine Tochter und drei Söhne.
Mit der Feuerwehr kommt er erstmals im Sommer 1944 nach Bombenangriffen auf Posen in Berührung, wo er nach Kräften bei der durch Stabbrandbomben verursachten Brände löschen hilft. Der FF Puch tritt er 1952 bei, besucht Ausbildungslehrgänge und Seminare, volontiert bei den Berufsfeuerwehren in Wien und München, erwirbt das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold in Ober- und Niederösterreich schon bevor dies in Salzburg möglich ist.
Ribitsch wird 1971 zum Ortsfeuerwehrkommandanten von Puch, 1976 zum Bezirksfeuerwehrkommandanten des Tennengaues und 1978 zum Landesfeuerwehrkommandanten von Salzburg gewählt. Er übt diese Funktionen bis 1979 als Ortsfeuerwehrkommandant, bis 1992 als Bezirksfeuerwehrkommandant und bis 1996 als Landesfeuerwehrkommandant überaus erfolgreich aus, was in diesem Kapitel der Salzburger Feuerwehrverbandschronik dokumentiert ist.