Leopold Dachs

Versicherungsangestellter geboren 1902 † 1971

Leopold Dachs ist seit 1915 Mitglied der FF Stadt Salzburg. 1920 absolviert er den ersten in Salzburg veranstalteten Feuerwehrfachkurs und leistet bei der Wache Residenz als Fahrer, Löschmeister und Brandmeister Dienst.

1926 beruft ihn sein Chef in der Landesbrandschaden-Versicherungsanstalt und zugleich Verbandspräsident, Franz Zauner, zum Verbandsschriftführer. Zu dieser Aufgabe kommt dann noch die Ausbildnertätigkeit bei den Feuerwehrkursen. Dazwischen volontiert er bei den Berufsfeuerwehren in Wien, Berlin, Hamburg und Kiel.

1935 erhält Dachs für die 20-jährige Feuerwehrtätigkeit das Bürgerrecht der Stadt Salzburg verliehen. Der Österreichische Feuerwehrverband zeichnet ihn mit dem Ehrenzeichen II. Klasse und der Deutsche Feuerwehrverband mit der Silbernen Ehrennadel aus.

Während des Zweiten Weltkrieges muss Dachs als Abteilungsführer die Luftschutzpolizei leiten. Auf Vorschlag von Karl Lorenz wird er in den schweren Kriegstagen am 17. Februar 1945 rückwirkend mit 1. Februar zum „kommissarischen Bezirksführer der Freiwilligen Feuerwehr im Reichsgau Salzburg und feuerwehrtechnischen Aufsichtsbeamten beim Reichsstatthalter“ ernannt.

Seine Funktion erlischt mit dem Einmarsch der Amerikaner am 4. Mai 1945. Auf Anordnung der Militärregierung entläßt ihn Stadtfeuerwehrkommandant Behensky am 21. September 1945 auch aus der FF Stadt Salzburg.

Als „Minderbelasteter“ kann er nach einiger Zeit wieder die Arbeit in der Landesbrandschadenversicherung aufnehmen, wird mit der Brandverhütungsaufgabe und 1948 mit der Leitung der neuen Brandververhütungsstelle betraut. Als solcher ist er bis zu seiner Pensionierung auch wieder fachkundiger Vortragender bei den Feuerwehr-Ausbildungskursen.