Oswald Prack
| Oberst a.D. | geboren 1873 | † 1954 |
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Der im niederösterreichischen Gamming geborene Berufsoffizier Oswald Prack war besonders im militärischen Feuerwehrdienst eingesetzt. Dieser begann in Marburg an der Drau 1893, führte ihn 1895 nach Triest und Görz, 1896 nach Wiener Neustadt, 1897 wieder nach Görz, er wurde 1898 Kommandant der Militärfeuerwehr in Tarnopol, 1901 in Jaroslau, 1903 der Festungsfeuerwehr Przemysl, kam 1908 nach Linz, 1909 nach Salzburg, war ab 1917 als Angehöriger des k. u. k. Feldkanonenregiment Nr. 8 bzw. „Präses des Feuerschutzes“ in der Pulverfabrik Blumau nächst Felixdorf tätig.
Während seiner Urlaube volontierte er bei den Berufsfeuerwehren in Breslau, Posen, Stettin, Berlin, Dresden, Leipzig, Kiel, Hamburg, Hannover, Bremen, Würzburg, Wiesbaden, München, Wien, Pilsen, Krakau, Graz, Lemberg, Budapest, Agram und Prag. In Salzburg schloss er sich auch der FF als „Feuerwehrinteressent“ an. Seine militärischen und freiwilligen Feuerwehrtätigkeiten wurden 1918 mit der Verleihung der „Ehrenmedaille für 25-jährige verdienstliche Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesens“ anerkannt.
Nach dem Einsatz an der Dolomitenfront beschließt Prack mit Ende des Ersten Weltkrieges die militärische Laufbahn. Nun widmet er sich ganz der freiwilligen Feuerwehr und wird Kommandant-Stellvertreter der FF Stadt Salzburg. Als solcher wird er 1919 aufgefordert, Reformvorschläge zur Verbesserung des Feuerwehrwesens auszuarbeiten, und am 1. Juli 1920 beim Amt der Salzburger Landesregierung mit der Aufgabe eines Landesfeuerwehrinspektors betraut.
In dieser Funktion gelingt ihm die Einführung der Ausbildungskurse und der Aufbau einer zentralen Feuermeldestelle. Er forciert den Ausbau des Rettungswesens und der Betriebsfeuerwehren, die Motorisierung, den Informationsfluss zu den Feuerwehren, die Einführung verpflichtender Prüfungen für Kommandanten, die Herausnahme der Feuerwehren aus dem Vereinsgesetz und Umwandlung in eine Körperschaft öffentlichen Rechts mit Führerprinzip. Im Juni 1939 verfügt die Landeshauptmannschaft seine Pensionierung wegen Altersüberschreitung.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird Prack von der Militärregierung wieder mit den Agenden des Landesfeuerwehrinspektors und zugleich des Landesfeuerwehrführers eingesetzt. Mit viel Einsatzfreude schafft er den Wiederaufbau der Salzburger Feuerwehren. Das Land Salzburg dankt ihm dafür mit der Verleihung des Hofrat-Titels. Am 6. März 1953, seinem 80. Geburtstag, tritt der große Feuerwehrpionier endgültig in den Ruhestand.




