Salzburger Feuerwehrwesen
Die Geschichte des Feuerwehrwesens wäre die Geschichte des Feuers überhaupt. Für die Beschreibung des Löschwesens ist jedoch nur das Schadenfeuer von Belang.
Allerdings hängt die Entwicklung des Brandschutzes eng mit dem Siedlungswesen zusammen, da sich
„des Feuers Macht“ hauptsächlich an den Behausungen der Menschen zerstörend auswirkt. Im Altertum wird eine Feuersbrunst vielfach als Strafe Gottes demütig hingenommen. Man fleht zu den himmlischen Nothelfern, dem Feuer Einhalt zu gebieten, dagegen wehren kann man sich kaum.
Prinzipiell hätten ja die Grundherren für die Sicherheit ihrer Untergebenen zu sorgen. Löschgeräte, mit denen man dem Element entgegentreten könnte, fehlen aber weitestgehend, lediglich die löschende Kraft des Wassers ist allgemein bekannt.
Die ersten konkreten Maßnahmen zur Verhinderung von Brandkatastrophen sind Androhung schwerer Strafen gegen diejenigen, in deren Behausung ein Feuer ausbricht.
Dann kommen einfache Löscheimer, Einreißhaken und Leiter in Gebrauch. Durch Niederreißen noch nicht brennender Dächer, jeweils eine sehr schwere und widersprüchliche Entscheidung, wird versucht, die weitere Ausbreitung des Feuers zu unterbinden. Mit dem Bau von Feuerspritzen kommt es dann zu wirksameren Löschmaßnahmen.
Aber erst die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen lassen in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts die freiwilligen Feuerwehren nach dem Vorbild der städtischen Berufsfeuerwehren entstehen. Zur ersten Brandbekämpfungsaufgabe kommen bald Sanitätsdienst und Einsatz bei Elementarereignissen, bis schließlich die technischen Hilfeleistungen in der Einsatztätigkeit überwiegen.Den langen Weg und die immer noch in Gang befindliche Entwicklung will diese Chronik am Beispiel von Ereignissen in Salzburg und auch außerhalb des Landes veranschaulichen. Der ständige Fortschritt der Technik erfordert immer neue Initiativen, denn Helfen hat einen Namen:FEUERWEHR.



