Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen
13. Landesfeuerwehrtag in Salzburg
Ohne F. J. Hlawna muss der 13. Landesfeuerwehrtag , den er bis ins Detail schon geplant hatte, am 19. November 1916 im Rathaus der Stadt Salzburg stattfinden. Der Verbandstag steht im Gedenken an die Gründung des provisorischen Landesverbandes vor 40 Jahren.
Mit Stolz wird verkündet, dass es im Kronland Salzburg nun schon 163 Wehren mit 10.000 Mitgliedern gäbe. Besondere Ergebnisse sind die Änderung des Grundgesetzes, jetzt Satzungen genannt, Dienstvorschriften für die Jugendfeuerwehren und die Eröffnung der Julius-Haagn-Stiftung zur Unterstützung für im „Feuerwehrdienst oder im Krieg verkrüppelte Feuerwehrleute“.
Rettung untrennbarer Bestandteil
Mit der Erklärung, „das Rettungswesen ist ein untrennbarer Bestandteil der Feuerwehr“ und der Namensänderung auf
Salzburger Landesverband für Feuerwehr- und Rettungswesen
- 1918 Dorfbrand von St. Andrä im Lungau (Kirche, Schule und drei Bauernhäuser)
Landesfeuerwehrinspektor
Am 11. Februar 1920 beschließt der Landtag die Bestellung eines Landesfeuerwehrinspektors. Der Landesverband nominiert Oswald Prack, Obmannstellvertreter der FF Salzburg, und legt Dienstinstruktionen vor, denen der Landesrat am 7. Juni 1920 die Zustimmung gibt.
- 1920 Verheerendes Hochwasser im ganzen Land
Geburtsstunde der Feuerwehrschule
Der vom 25. bis zum 29. Oktober 1920 durchgeführte erste „Landesfachkurs für Feuerwehr- und Rettungswesen“ bedeutet die Geburtsstunde der Salzburger Feuerwehrschule. 116 Salzburger Feuerwehrkommandanten und Chargen sowie 205 auswärtige Gäste aus Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und Tirol nehmen daran teil.Es werden Feuerwehr- und Rettungsthemen behandelt.
Erste Feuermeldezentrale
Landesfeuerwehrinpsektor Oswald Prack erfährt über die Firma Siemens & Halske von einer sich im ehemaligen „Russenlager“ befindlichen unausgepackten Feuermeldeanlage („Sachdemobilisierungsbestand“), die verhältnismäßig billig zu haben sei.
Ihm gelingt der Ankauf bzw. der Einbau in der Feuerwache Bruderhof der FF Salzburg im Oktober 1921 . Danach wird die Errichtung landesweiter Telephonverbindungen forciert.
Am 19. August 1924 teilt Landesfeuerwehrinspektor Prack auf Anfrage der Gummiwerke Fulda AG in Wien mit, dass er die seit 1922 bei der FF Salzburg verwendeten elastischen Vollgummireifen für sicherer und dauerhafter als die mit Pneumatik versehenen halte, und die damit erzielten Geschwindigkeiten von 40 bis 50 km pro Stunde genügen, um noch erfolgreich eingreifen zu können.
Erste Motorspritze
Rupert Gugg in Braunau entwickelt seit 1922 praktisch handhabbare Benzinmotorspritzen. Vor allem durch eine Gewichtsverminderung können diese nun auch von vier Männern zu unwegsamen Wasserentnahmestellen getragen werden. Das ermuntert die Feuerwehren, auf Tragkraftspritzen (TS) umzustellen. Allein im Jahr 1927 liefert Gugg zehn Motorspritzen an Salzburger Feuerwehren.
Alarmstufenregelung
Ergänzend zur 1927 erlassenen Alarmierungsregelung zur Nachbarschaftshilfe über die Meldezentrale in der Stadt Salzburg werden 1930 zur besseren Handhabungen für alle Bezirke bzw. verschiedenen Räume eigene Alarmstufen fixiert.
Eine besondere Rolle spielt dabei die besondere Ausstattung der Feuerwehren – besitzen diese ein Automobil, haben sie die Funktion einer „Überlandzentrale“. Alarmstufe I ist mit eigenen Mitteln zu bewältigen, II bei möglicher Ausbreitungsgefahr, III bei bedrohlichem Charakter und IV bei zu befürchtender Katastrophe.
Burgbrand Werfen
Das am 8. Jänner 1931 auf der Burg Werfen ausgebrochene Feuer entwickelt sich zu einem Großbrand, der den Feuerwehren der näheren und weiteren Umgebung alles abverlangt.
Es sind dies die Feuerwehren von Werfen, Pfarrwerfen, Imlau, St. Johann, Bischofshofen, Mühlbach, Schwarzach, Golling, Außerfelden, Hallein, Salzburg, Itzling, Radstadt, Hüttau und Saalfelden. Die Fahrt nach Werfen auf den eisglatten Straßen ist besonders gefährlich .







