Neubeginn 1945 mit Oswald Prack
Fire-Brigade
Die noch einsatzbereiten Feuerwehren kennzeichnen als Schutz vor den amerikanischen Besatzungssoldaten ihre Autos mit einem Schild und die Mannschaften mit einer Armbinde, welche die Aufschrift „Fire-brigade“ tragen.
LFI Oswald Prack zurückgeholt
Genau einen Monat nach dem Einmarsch der Amerikaner am 4. Juni 1945, bestellt die Landesregierung im Einvernehmen mit der Militärregierung Oberst a. D. Oswald Prack (72) wieder zum Landesfeuerwehrinspektor und betraut ihn gleichzeitig mit der Funktion des Landesfeuerwehrführers.
Als Alleinverantwortlicher geht er mitten im Nachkriegschaos daran, alles wieder so zu organisieren, wie es vor dem 12. März 1938 war.
Berufsfeuerwehr Salzburg
BFI Josef Behensky stellt in den Nachkriegsmonaten die Feuerwehr der Stadt Salzburg aus einer hauptberuflichen Truppe und einer weiterhin freiwilligen Mannschaft neu zusammen. Die Hauptberuflichen rekrutieren sich aus ehemaligen Freiwilligen, Angehörigen der Luftschutzpolizei, HJ-Feuerwehrscharen und heimkehrenden Feuerwehrsoldaten. Kaserniert werden sie in den bisherigen Wachen Residenz und Bruderhof.
Zwangsläufig entsteht zwischen der beruflichen und inzwischen wieder 110 Mann starken freiwilligen Mannschaft ein Konkurrenzkampf, der sich für die im engeren Stadtbereich gelegenen Wachen sogar zum Überlebenskampf entwickelt. Vor allem an der Zuteilung der Einsatzfahrzeuge und Räumlichkeiten reiben sich die Standpunkte.
In der Feuerwehrwache Residenz sind nur mehr berufliche Kräfte stationiert und in der Wache Bruderhof müssen sich die „Profi“ und Freiwilligen die beengten Räumlichkeiten teilen.
Florianifeiern wieder erwünscht
„In der Vorkriegszeit war es üblich, dass die Feuerwehren des Landes Salzburg das Florianifest in feierlicher Weise begangen haben und die Bürgermeister und Brandmeister den Handschlag der neueingetretenen Feuerwehrleute entgegengenommen haben. Es wäre wünschenswert, wenn die Feuerwehren des Landes Salzburg diesen alten Brauch in ihrer Gemeinde wieder aufleben lassen würden“, ermuntert LFI Prack.




