Perfektion unter Anton Brandauer

Anton Brandauer

Aufgrund der bevorstehenden Vollendung des 65. Lebensjahres und des damit bedingten Ausscheidens des bisherigen Landesfeuerwehrkommandanten Ribitsch wird für den 29. März die Neuwahl ausgeschrieben.

Der Wahl stellen sich OBR Nikolaus Brandauer, Bezirksfeuerwehrkommandant des Tennengaues, und BR Anton Brandauer, Abschnittsfeuerwehrkommandant des Abschnittes 3 Tennengau und Leiter des Innendienstes beim Landesfeuerwehrverband. Die 46 wahlberechtigten Bezirks- und Abschnittsfeuerwehrkommandanten und Delegierten geben in Anwesenheit von Landeshauptmann Katschthaler mit mehr als 70% der Stimmen Anton Brandauer das Vertrauen.

Er löst LBD Ribitsch nach 18-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Landesfeuerwehrkommandant ab. 

 

„Salzburger Florian“ in Farbe

Das seit 1983 kaum veränderte Erscheinungsbild des „Salzburger Florian“ bekommt mit der Ausgabe 1/1998 ein neues Layout und erscheint seither im Vierfarbendruck.


Anton Brandauer – Vizepräsident des ÖBFV

Beim 17. Bundesfeuerwehrtag am 26. September vollzieht sich im Österreichischen Bundesfeuerwehrverband ein Generationswechsel. Ing. Manfred Seidl, Landesfeuerwehrkommant des Burgenlandes, folgt Regierungsrat Erwin Nowak als Präsident des ÖBFV nach.

Zu einem der drei Vizepräsidenten wählen die Delegierten LBD Anton Brandauer. Salzburg stellt damit nach Johann Stelzinger (1970) zum zweiten Mal einen ÖBFV-Vizepräsidenten. Brandauer übernimmt gleichzeitig den Vorsitz im Fachausschuss Freiwillige Feuerwehren.

 

Handbuch für die Grundausbildung

Eine besondere Hilfestellung bietet den Feuerwehren das vom ÖBFV-Sachgebiet 5.9, Ausbildung einschließlich Lehr- und Lernmittel, erstellte „Handbuch für die Grundausbildung“. Für den LFV Salzburg wirkt an der Erstellung Ing. Harald Kreuzer mit.

 

Friedenslichtaktion der FJ

Zu Weihnachten 1996 beteiligt sich mit der Feuerwehrjugend Mauterndorf erstmals eine Salzburger Jugendgruppe an der schon vor mehreren Jahren in Oberösterreich initierten „Friedenslichtaktion“, die Geldspenden gehen an das Kinderdorf St. Anton in Bruck a. d. Glstr. Im darauffolgenden Jahr folgen dem Beispiel mehrere Jugendgruppen und 1998 entwickelt sich daraus die Friedenslichtaktion der gesamten Salzburger Feuerwehrjugend.

 

Technische Übungsanlage für LFS

Mit der nun um rund fünf Millionen Schilling errichteten Technischen Übungsanlage wird die praxisnahem Ausbildung wesentlich verbessert. Diese umfasst eine Bahnanlage mit Kesselwagen und Straßenübergang, Übungsrampe, Garage mit Flugdach, Einrichtung für Erste Löschhilfe und Hubschrauberlandeplatz.


Die feierliche Eröffnung, verbunden mit dem Festakt 15 Jahre neue Landesfeuerwehrschule, findet in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste und Feuerwehrleute am 28. Mai 1999 statt.

 

Übungsgelände im Jahr 2006

Flammeninferno im Tauerntunnel

Am Vortag wird bei der Eröffnung der Übungsanlage in der Landesfeuerwehrschule viel über die Wichtigkeit der Ausbildung zur technischen Hilfeleistung gesprochen, am 29. Mai werden die Feuerwehren von der Realität eingeholt – im Tauerntunnel A 10 ereignet sich eine wahre Brandkatastrophe.


Nach einem Auffahrunfall im einröhrigen Tunnel entzündet sich auslaufender Treibstoff, in Sekundenschnelle wird eine Feuerwalze ausgelöst. Die Menschen im Tunnel reagieren ganz verschieden. Während die einen sofort umkehren können, andere die Flucht zu Fuß antreten, wollen andere noch löschen oder bleiben in ihren Autos sitzen.


Das Brandmeldesystem des Tauerntunnels schlägt um 04.50 Uhr Alarm. Um 04.55 Uhr heulen in Zederhaus die Sirenen, die FF Zederhaus erreicht um 05.12 Uhr das Südportal. OFKDT Andreas Kössler fährt mit VRF und RLF mit je drei Mann, ausgerüstet mit schwerem Atemschutz, in den Tunnel ein. Nach 3,7 Kilometern macht eine Rauchwand ein Weiterkommen unmöglich. Kössler, ein besonders guter Kenner der Gegebenheiten im Tunnel, dringt trotz widrigster Umstände mit den Kameraden Harald Pfeifenberger und Alfred Zanner bis zur Notrufnische Nr. 47 vor, aus der sie drei Menschen retten können.
Vom Nordportal aus fahren drei Fahrzeuge unter dem Kommando von OFKDT Alfred Evers aus Flachau in den Tunnel ein. Personen flüchten noch immer aus der Röhre. Nach ca. 300 Metern machen Rauch und eine enorme Hitze ein Weiterkommen unmöglich.


Inzwischen werden sowohl beim Nord- als auch beim Südportal Einsatzleitstellen aufgebaut. Die nach Alarmplan eintreffenden Feuerwehr- und Rettungskräfte des Roten Kreuzes sammeln sich hier. Die Bezirksfeuerwehrkommandanten des Pongaues und Lungaues, Manfred Goritschnigg und Christof Unterkofler, koordinieren die jeweiligen Einsatzkäfte.
LFKDT Anton Brandauer koordiniert den Gesamteinsatz, bei der Raststätte Tauernalm werden die Einsatzleitung aufgebaut und auch vom Roten Kreuz die Erstversorgungsstation eingerichtet. Die Rettungs- und Löscharbeiten beanspruchen bis kurz vor 22.00 Uhr alle Kräfte der eingesetzten Mannschaften.


Die Kräfte des Roten Kreuzes richten ebenfalls auf beiden Tunnelseiten Einsatzleitungen mit allen notfallmedizinischen Maßnahmen ein. 49 Verletzte müssen in verschiedene Krankenhäuser gebracht, alle anderen Beteiligten erstversorgt, psychologisch betreut und ihr Heimtransport organisiert werden.
Traurige Endbilanz sind zwölf Tote.
Eingesetzte Kräfte:
36 Feuerwehren mit 107 Fahrzeugen und 519 Mann. 4.756 Einsatzstunden.
21 Notärzte, ein Psychologe und 159 Rot-Kreuz-Mitarbeiter mit 36 Fahrzeugen.
Mehrere Hubschrauber.


Die Mediengesellschaft verlangt entsprechende Berichte nach derartigen Ereignissen. Presseleute und Fernsehberichterstatter kommen in Scharen. Gemeinsam mit Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger werden die Einsatzverantwortlichen auch dieser Aufgabe gerecht.

Inferno im Tauerntunnel der A 10 am 29. Mai 1999

Tragödie von Kaprun

Nicht einmal zwei Jahre nach der tragischen Brandkatastrophe im Tauerntunnel, bei der zwölf Menschenleben zu beklagen waren, tritt am 11. November 2000 ein noch tragischeres Ereignis beim Brand im Tunnel der Kapruner Gletscherbahn ein, welches jedoch den freiwilligen Helfern kaum eine Chance zum Retten gibt.


Einige Feuerwehrmänner und Betriebsangehörige dringen zwar bis zur ausgebrannten Standseilbahnkabine vor, ihnen bietet sich aber ein Bild des Schreckens. Während dessen formiert sich ein Heer von hunderten Helfern des Betriebspersonals, der Feuerwehr, des Roten Kreuzes, der Exekutive, der Bergrettung, der Behörden und des Bundesheeres mit allen nur möglichen Geräten zum Helfen. Unfassbar ist dann die Tatsache, dass eine Rettung der Fahrgäste im Tunnel nicht möglich ist.

Nur 19 Fahrgäste entkommen dem Inferno zu Fuß über die Stiege nach unten. Sie werden von den Notärtzen und Sanitätern erstversorgt und ins Kankenhaus gebracht. Von der Feuerwehr kann lediglich eine Person oben im Alpincenter in letzter Minute gerettet werden.
Insgesamt fordert die Tragödie 155 Menschenleben.

Kaprun und Hochwasser

Jahrhunderthochwasser erfordert den Einsatz aller Feuerwehrwehren

Gewaltige Schäden richten Hochwasser am 6./7. und 12. August 2002 im ganzen Land an. Am 12. August gibt es keine Feuerwehr, die nicht im Einsatz steht, eine noch nie dagewesene Situation.

Am 13. August stürzt bei Schutzarbeiten HLM Johann Perner in Mariapfarr in den reißenden Liegnitzbach. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen der Kameraden sind chancenlos, er wird erst am nächsten Tag 20 km flussabwärts bei Kendlbruck tot aufgefunden.

Kaprun und Hochwasser

Anton Brandauer Vizepräsident des CTIF

In Budapest wählen am 19. September 2003 die Delegierten der Internationalen Feuerwehrorganisation CTIF LBD und ÖBFV-Vizepräsident Anton Brandauer zum Vizepräsidenten. Zu seinen Agenden in diesem Gremium gehören die Internationalen Feuerwehrwettkämpfe und Internationale Jugendleiterkommission.

Feuerwehrjugend ab Zehn

Ab 1. Oktober 2003 dürfen nach den Bestimmungen des geänderten Feuerwehrgesetzes in die Feuerwehrjugendgruppen Jugendliche bereits ab dem vollendeten 10. Lebensjahr aufgenommen werden.Somit sind Änderungen beim Wissenstest und beim Feuerwehrjugendleistungsbewerb ab 2004 notwendig.

Zusätzlich zum Wissenstest kommt ein Wissensspiel für die Zehn- und Elfjährigen, und beim Jugendleistungsbewerb dürfen diese in der Gruppe mit antreten und erhalten ein eigenes Bewerbsabzeichen.

 

Landes Alarm- und Warnzentrale

Mit der Inbetriebnahme am 18. März geht die bisherige in den Bezirken dezentral aufgebaute Alarmierungsstruktur auf eine im Bereich der LFS errichtete zentrale Alarm- und Warneinrichtung für das gesamte Land über. Mit Ausnahme der Landeshauptstadt, in deren Bereich bei der BF eine eigene Meldezentrale besteht, laufen jetzt alle Notrufe und Brandmeldeanlagensignale aus dem ganzen Land hier ein.


Damit sind die Voraussetzungen für eine landesweite Alarmierung, ordentliche Funkverbindung und Betreuung der Einsatzkräfte gegeben.
Ebenso bietet die Landes Alarm- und Warnzentrale (LAWZ) die technischen Voraussetzungen für den Betrieb einer behördlichen Einsatzleitung sowie als Meldekopf und Informationszentrale bei Großeinsätzen und Katastrophen.

 

125 Jahre LFV Salzburg

Der Landesfeuerwehrverband feiert im Jahr 2006 sein 125-Jahre-Jubiläum mit dem 33. Landesfeuerwehrtag am 21. April im Gründungsort St. Johann i. Pg., einer großen Parade und anschließendem Festakt am 27. Mai in der Landeshauptstadt Salzburg, sowie am 24. Juni mit der Enthüllung eines Gedenksteines auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule.

Landes Alarm- und Warnzentrale