Professionalität unter Harald Ribitsch

Harald Ribitsch

Bei der nach dem Salzburger Feuerwehrgesetz durchzuführenden Neuwahl des Landesfeuerwehrkommandanten am 24. Februar stellen sich der amtierende LFKDT Josef Somvi und der Tennengauer BFKDT Ing. Harald Ribitsch zur Wahl.

Die sechs Bezirks- und elf Abschnittsfeuerwehrkommandanten entscheiden sich mit einer Stimme Mehrheit für Ribitsch. Mit ihm bekommen Salzburgs Feuerwehren nicht nur einen hervorragenden Praktiker, sondern auch einen „Manager“.

 

Salzburger Feuerwehrgesetz vom 24. Mai 1978

Neu ist die strenge Trennung in aktive, nicht aktive und Ehren-Mitglieder. Von nun an können Jugendliche bereits ab dem vollendeten 15. Lebensjahr in den Aktivstand aufgenommen werden. Den Ortsfeuerwehrkommandanten wählen nur mehr die aktiven Mitglieder. Er bestellt die leitenden Dienstgrade – Ortsfeuerwehrkommandant-Stellvertreter, Löschzugskommandanten und Zugskommandanten – gegen Bestätigung durch den Bürgermeister.

Diese zusammen bilden den Ortsfeuerwehrrat.
Die bisherigen Bezirksfeuerwehrverbände sind aufgelöst, Bezirksfeuerwehrkommandanten und Abschnittsfeuerwehrkommandanten agieren als Organe des Landesfeuerwehrverbandes.

Neu ist die Funktion des Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreters, der vom Landesfeuerwehrkommandanten im Einvernehmen mit dem zuständigen Mitglied der Landesregierung bestellt wird.

 

Feuerwehrjugend offiziell

In eigenen Feuerwehrjugendgruppen dürfen nun bereits Bewerber ab dem vollendeten 13. (vom Landesfeuerwehrkommandanten waren zwölf Jahre vorgeschlagen), aufgenommen werden.

 

Offizieller Geschäftsstellenleiter

Mit 16. Juni 1978 wird der seit 1. September 1972 im Landesfeuerwehrkommdando angestellte Josef Ebner mit der Leitung der Geschäftsstelle des Landesfeuerwehrverbandes betraut. Damit ist der seit 1. Jänner 1959 vakante Posten, seinerzeit Kanzleivorstand genannt, wieder offiziell besetzt (bis 1993).

 

„Salzburger Florian“

Ab Jänner 1979 erscheint wieder regelmäßig das „Mitteilungsblatt“ des Landesfeuerwehrverbandes. Ab der Folge 4 kommt dieses im August 1979 mit dem Titel „Der Salzburger Florian“ zu den Feuerwehren, Funktionären und Ämtern. Redakteur ist BI Karl Linder von der FF Thalgau.

Erster Feuerwehrjugendleistungsbewerb am 7. Oktober 1979 in Saalfelden

100 Jahre Salzburger Landesfeuerwehrverband 1881 - 1981

Das Jahr 1981 steht im Zeichen des 100-Jahre-Verbandsjubiläums. Eingeleitet wird das Jubiläumsjahr am 14. März 1981 mit einem „Vorgängertreffen“ im Salzburger Müllnerbräu. Erster Höhepunkt ist das große Fest in der Landeshauptstadt am 16. Mai mit dem 20. Landesfeuerwehrtag und Festakt im Großen Festspielhaus sowie einem historischen Feuerwehrfestzug und einer imposanten Parade aller Salzburger Feuerwehren mit ihren Mannschaften und Fahrzeugen.

Den zweiten Höhepunkt erlebt der Gründungsort des Verbandes, St. Johann im Pongau, am 26. und 27. Juni. Hier werden der neunte Landesfeuerwehrleistungsbewerb durchgeführt, die erste Fahne des Landesfeuerwehrverbandes gesegnet und in einem Festakt der Gründung vor 100 Jahren gedacht.


Zum Abschluss stehen am 13. September 1981 der dritte Feuerwehrjugendleistungsbewerb in Adnet und am 3. Oktober 1981 eine großangelegte „Festungsübung“ auf Hohensalzburg im Zeichen des Jubiläums.

Festakt am 16. Mai 1881 im Großen Festspielhaus

Feuerwehrschule versprochen

Landeshauptmannstellvertreter Dr. Hans Katschthaler und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer bekennen sich in ihren Ansprachen zur Notwendigkeit der Errichtung einer Landesfeuerwehrschule und erfüllen damit einen langgehegten Wunsch der Feuerwehren .

 

Krankenhausbrand Schwarzach

Geprägt ist das Jubiläumsjahr auch von vielen Einsätzen. Der größte und gefährlichste Brand wütet am 21. September 1981 in Krankenhaus und Kirche von Schwarzach. Die notwendigen Evakuierungen besorgt das Krankenhauspersonal vorbildhaft.

Den Einsatz der 221 Feuerwehrmänner mit 65 Schweren Atemschutzgeräten und 35 Einsatzfahrzeugen leitet Ortsfeuerwehrkommandant OBI Hermann Stöckl. Unterstützung bekommt er von den übergeordneten Funktionären bis hin zum Landesfeuerwehrkommandanten. Behördenvertreter, Landesregierungsmitglieder und Erzbischof kommen nach Schwarzach und lassen sich über die Bergungsmaßnahmen und vom Brandgeschehen informieren .

 

 

Spatenstich für Feuerwehrschule

Am 9. September 1981 bestimmt der Landesfeuerwehrrat einen Bauauschuss, die Planungsvergabe an Mag. Arch. Hermann Rehrl erfolgt am 27. Oktober 1981, weiters erfolgen der Finanzierungsbeschluss der Landesregierung am 12. Juli 1982, die Bauplatzerklärung am 2. August und die Bauverhandlungen am 3. September.Mit der Spatenstichfeier am 12. September 1982 geben LFKDT Ribitsch und Landeshauptmannstellvertreter Katschthaler das Startzeichen zum Bau der Feuerwehrschule auf dem 13.000 m² großen Grundstück an der Karolingerstraße. Die Baukosten werden zu je einem Drittel von den Gemeinden, vom Land Salzburg und vom Landesfeuerwehrverband getragen. 

 

 

Landesfeuerwehrkommando in der Karolingerstraße

Ende November des Jahres 1983 übersiedelt das Landesfeuerwehrkommando von der Chiemseegasse 6 in die neuen Büroräume mit der Adresse Karolingerstraße 30. 

 

Letzter Kurs bei der Berufsfeuerwehr

Am 16. und 17. Dezember 1983 geht der Ausbildungsbetrieb bei der Berufsfeuerwehr mit einem Atemschutzlehrgang im Gelände an der Jägermüllerstraße zu Ende.
Seit Bestehen der vom LFV gemeinsam mit der BF organisierten Feuerwehrkurse wurden hier zwischen 1947 und 1983 20.284 Teilnehmer in 698 Kursen ausgebildet. 

 

Feuerwehrschule

Der langersehnte Wunsch einer eigenen Feuerwehrschule erfüllt sich im Frühjahr 1984. Am 29. Februar beginnt mit einem viertägigen Fortbildungskurs I noch vor der offiziellen Eröffnung der Ausbildungsbetrieb.
Mit dem „Statut der Landesfeuerwehrschule“, der „Schulordnung“ und „Internatsordnung“ schafft der Landesfeuerwehrrat am 27. März alle organisatorischen Voraussetzungen für einen geordneten Schulbetrieb.

Daten zur Landesfeuerwehrschule
Grundfläche 17.823 m². Die Grundkäufe wurden aus dem Erlös des Grundstückes in Siezenheim und Auflösung von Rücklagen finanziert.

Bestand:
Gesamtareal einschließlich Pachtflächen: 20.606 m².
Verbaute Fläche: rund 3.000 m².
Umbauter Raum: 34.000 m³.

Eröffnung der Landesfeuerwehrschule am 16. Juni 1984 durch Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer

Zwei Tote bei Acetylengasflaschenexplosion

Der 28. August geht als schwarzer Tag in die Geschichte der BF Salzburg ein. Nach dem Ablöschen und beim Kühlen von Acetylengasflaschen kommt es im Karosseriewerk Kässbohrer in Taxham plötzlich zur Explosion zweier Gasflaschen, durch die zwei BF-Kameraden, HBm Karl Dichtl und Lm Manfred Meixner, getötet und acht weitere Feuerwehrmänner zum Teil schwer verletzt werden. Karl Dichtl bleibt vielen Freiwilligen als Ausbilder bei den Atemschutzkursen in bester Erinnerung.


Einsatzdramatik am 28. August 1986 / Foto: Wolfgang Walkner

Elektronische Datenverarbeitung und audiovisuelle Technik

Eine große Erleichterung bringt im Jahr 1992 die Anschaffung eines EDV-Systems zur Erstellung von druckreifen Lehrunterlagen mit Bildern und Grafiken. Die früher mit Schreibmaschine verfassten Lehrunterlagen werden Zug um Zug in dieses System übernommen und laufend aktualisiert.

 

Feuerwehr-Informations-Systen FIS

Das Softwareprogramm zur leichteren Bewältigung der immer mehr werdenden Verwaltungsarbeiten der Feuerwehren wird im Dezember 1994 eingerichtet.

 

33 Menschen gerettet

Am 6. Dezember stürzt nach einem Zusammenstoß mit einem PKW ein mit 42 Personen besetzter Doppeldeckerreisebus aus Bayern im Gemeindegebiet von St. Gilgen in den eiskalten Wolfgangsee.

Eine dramatische Rettungsaktion beginnt für die FF St. Gilgen mit LZ Abersee und Winkl, FF Strobl, FF Hof, FF Thalgau, BF Salzburg mit Tauchern und Kran, Wasserrettung mit Booten, drei Notarztwagen, Rotes Kreuz mit 15 Fahrzeugen aus dem Land Salzburg und 13 aus dem benachbarten Oberösterreich und Tauchern aus Schörfling. 33 Menschen werden gerettet, für neun Businsassen und den Pkw-Lenker kommt die Hilfe leider zu spät.

Dramatische Menschenrettung und Totenbergung am 6. Dezember 1995 aus dem Wolfgangsee